Thursday, 15 November 2007

German sermon

Lasset uns beten:

Gott, du Quelle des Lebens, du hast uns Menschen geschaffen und zur Gemeinschaft berufen. Wir bitten dich segne unsere Zeit zusammen im Gottesdienst, oeffene unsere Herzen und erneuere die Kraft unserer Liebe damit wir sie weiter in die Welt hinein tragen moechten. Amen.

In seinen Brief an die Galater schreibt Paulus: Ihr gehört zu Christus, weil ihr auf seinen Namen getauft seid. Jetzt ist es nicht mehr wichtig, ob ihr Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen seid: In Christus seid ihr alle eins.
In den letzten drei Monaten hatte ich die Gelegenheit durch Europa rumzugondeln. Die Zeit war sehr interessant und bereichernt. Mit offenen Augen, und offenen Sinn zu reisen, in der Hoffnung das ich vielleicht sehe und verstehe wie Christus es vielleicht gemacht haette, macht diese schwierige Lesung etwas leichter zuverstehen. Fuer mich auf jeden Fall. Die Hindernisse, die Sachen die uns trennen von einander sind nicht mehr so wichtig.

Meine Reise fing an mit einer Chortour durch Romanien, Bulgarien und die Tuerkei. Die Tuerkei war ein hoch interessantes Land. Es war fuer mich das erste Mal in einem Land zu sein das so exotischlich anders ist als das in dem ich aufgewachsen bin. Es war so interessant die Atmosphere, die Luft, die Kultur, das Essen und die Religion richtig zuerleben. Die Unterschiede sind nennenswert, ich war sehr begeistert und habe mich besonders gefreut als ich langsam entdeckte das wir auch viele Aehnlichkeiten teilen. Wir, Christen und Moslemer, werden zur Treue und zum Gebet gerufen. Die Moscheen in den Doerfern und Staedten rufen von ihrem minarette Tuermen fuenf Mal am Tag zum Gebet. Es ist ein herrliches, sehnsuechtiges, lautes Rufen auf Arabisch. Auf der Dachterrasse von unserem Hotel in Istanbul konnte man schoen hoeren wie die verschiedenen Moscheen drumrum alle ihren Ruf anfingen, nicht alle im gleichen Takt aber es war ein schoener Effekt. Es ist so aehnlich wie die Kirchen in Europa deren Kirchenglocken wichtige Punkte im Tag einleuten. Es hat mir gefallen durch die Tuerkische Landschaft zufahren. Anstatt kleine Europaeische Doerfer mit ihren hervorragenden Kirchentuerme zusehen , sahen wir kleine Tuerkische Doerfer in der heissen, trockenen Landschaft jedes mit einer kleinen Moschee die vom Zentrum hervorguckte. Es war anders doch das Gleiche.

Als wir in Istanbul waren haben wir einige Moscheen besichtigt. Manche Leute in unserer Gruppe beschwerten sich dass sie doch alle gleich sind. Es ist wahr dass sie ziemlich alle in der selben Maniere gebaut sind, aber unsere Kirchen sind es auch. Die meisten Kirchen haben Baenke in Reihen die nach vorne schauen, sie haben alle ein Taufbecken das uns an unsere Taufe erinnert, ein Tisch der uns zum Mahl einlaedt, ein Pult, eine Kanzel und die meisten haben auch, entweder hinten oder vorne, eine Orgel. Die groesseren Kirchen und Kathedralen sind im Form eines Kreuzes gebaut. Sie haben schoene Kunst die die Geschichten unseres Glaubens darstellen. Moscheen sind nicht viel anders. Sie haben einen grossen Teppichsaal wo, die Maenner meistens, knieen und beten immer zum Osten zu. Sie haben vorne ein Altar-platz und ein erhoehtes Podium wovon Gottes Wort ausgesprochen wird. Und sie haben Kunst die die Schoenheit und Liebe ihres Glauben ausdrueckt. Mein Lieblingsgebaeude war die Hagia Sophya. Dieses Gebaeude wurde erst als eine Christliche Kirche gebaut waehrend des Byzantinischen Reiches. Die Kirche wurde zur selben groesse und majestaet gebaut als die St Paul Kathedrale in London und St Peter im Vatican. Als die Ottomanen ankamen verwandelten sie die Kirche als Moschee. Sie haben alle christliche Symbole bedeckt oder enfernt. Heute wird dieses Gebaeude weder als Kirche noch Moschee benutzt sondern als Museum. Sie renovieren es und dabei werden die urspruenglichen Mosaiken wieder abgedeckt. Es hat mir viel Freude gemacht die Kombination von christlicher und islamischer Kunst zusammen auf einen Platz zusehen. Es waere ein wunderschoener Platz um oekumenische Gottesdienste zuhalten. Beim ausfinden und entdecken habe ich gemerkt dass die Hindernisse, besonders die, die die Welt oefters sieht, auseinanderfiehlen und ich begann unser Gemeinsames zuverstehen.

Mein Abenteuer fuhr weiter nach Frankreich und England wo ich mit Schueler, Pastoren und anderen interessierten Kirchenmitglieder von der Vancouver Theologie Schule unterwegs war. Wir machten eine Pilgerfahrt zusammen wo wir die Geschichte von Kirchenlieder und ihre Schriftsteller studierten. Wir sangen die Lieder in den Kirchen und Kathedralen in denen sie zuerst gesungen worden sind. Es wurde mir wieder klar wie die Musik und unser Glauben zusingen, Barriere ueberschreitet. Ein wunderschoener Tag war als wir den Englischen Schriftsteller Fred Kaan trafen. Er hat in seinem Leben viele Kirchenlieder geschrieben. Er ist hochrespecktiert, und hochgeliebt. Aber jetzt in seinem Alter ist er mit Alzheimers krank geworden. Er kann nicht mehr Musik schreiben so wie er es mal gemacht hat. Er kann nicht mehr Reden halten. Er kann sich nicht mehr an die Woerter erinnern die fuer ihn mal wichtig waren. Es war eine grosse Ehre das er zu unserem Workshop in London überhaupt gekommen ist. Und als wir spontan sein Lied “For the healing of the nations” anfingen zusingen, sind die Hindernisse weggefallen, seine Schwierigkeiten die ihm anders machen als uns, waren nicht mehr wichtig, denn in Christus waren wir alle eins.


Ich habe 3 schoene Wochen in Schottland verbracht. Ich habe Freunde in Glasgow besucht, war paar Tage wandern gegangen auf dem West Highland Trail und habe eine Woche in einem Kloster auf der Insel Iona gewohnt. Die Landschaft war herrlich; die steinige Kueste, das lilane Heideland, die Schafe und Kuehe die auf ihre Samtfelder weideten, die uralten Gebaeude. Ein highlight, auf jeden Fall, war mit der religioesen Gemeinschaft im Kloster zu arbeiten, wohnen und dienen. Wir begannen und endeten jeden Tag mit Gottesdienst. Sie waren voll und bedeuntungsvoll, nachdenklich und machten auch Spass. Jeder Gottesdienst hatte ein Thema das fuer unsere Welt wichtig ist; Heilen, Friede, Gerechtigkeit sind nur ein Paar davon. Eine Gruppe, die in dieser Woche in einen von den Centres wohnte, war von verschiedenen Glaubenskonfessionen; Christen, Moslemer, Juden, Hindus waren nur einige davon. Sie suchten in dieser Woche die gemeinsamen Faden ihres Glaubens um sich besser zuverstehen. Am Anfang der Woche sprach ich mit einer jungen Frau die zwar an einen Gott glaubt, das es einen gibt, aber fuehlte sich nicht wohl in einem bestimmten Glauben. Sie schien mir bisschen verloren zusein und sie freute sich auf was sie vielleicht lernen wuerde. Am ende der Woche hat diese oekumenische Gruppe Gottesdienst gehalten und es war diese junge Frau die einen grossen Teil von diesem Gottesdienst leitete durch Gebet und Andacht. Ich fand das so toll. In unseren taeglichen Gottesdiensten sangen wir Musik von verschiedenen Laendern in der Welt. Diese Lieder zu singen brachte uns naeher an einander und an andere in der Welt. Ein Lied, war das Lied Asalaam aleikum, was auf Arabisch einfach heisst Friede sei mit Euch. Es war so schoen den Friede Gottes in einem neuen Weg an anderen zuverbreiten und an einer groesseren Gruppe sich anzuschliessen. Barriere fielen weg, Christus war unter uns. Wir waren eins.

Zunaechst besuchte ich meinen Bruder in Berlin. Er wohnt im Stadtteil Neu-Koelln. Die Gegend ist nicht gerade so wie die typischen schoengekaemmten Doerfer Deutschlands. Ich hatte etwas Kulturschock. In Neu-Koelln wohnen Auslaender, schlecht bezahlte Familien und die die vom Staat soziale Hilfe bekommen. Nachdem ich ueber meinen Schock hinweg war, nachdem ich ueber die schmutzigen Hoefe und Buergersteige oder die mit Graffiti beschmierten Waende hinwegschaute, sah ich eine lebhafte Gemeinschaft die miteinander spricht und sich ueber einander freut, jeder auf seinem bestimmten Weg.

Vor einigen Jahren hat sich mein Bruder zum Islam bekehrt und viele von seine Freunde in Berlin sind entweder Moslem aufgewachsen oder neukonvertiert. Es war hochinteressant mit ihnen zu diskutieren und unseren Glauben miteinander zuteilen. Ein Abend traffen wir uns, 3 Moslemer und eine Christen bei einem Freund vom Mark. Wir tranken Tee, assen gutes Essen und diskutierten mit viel Gefuehl. Lustig war als zwei Moslemer und die Christen sich einig waren und der 3te Moslemer nicht, der der am wenigsten Wille hatte ein Thema offen zusehen. Wir haben viel gelacht und geklatscht und gefunden dass wir mehr wie einander sind als wir dachten. Es ist auf jeden Fall nicht leicht. Am schwersten finde ich die kulturellen Unterschiede zu verstehen oder zu akzeptieren, nicht die religioesen. Aber ich fuehle, dass an diesem Abend, jeder in seinem Glaube gestaerkt wurde und zur gleichen Zeit ein groesseren Respekt ueber den Anderen gewann. Die Hindernisse waren weggefallen. Wir waren eins.


So staune ich und frage ich beim reisen. Sonntags gehe ich manchmal zum Gottesdienst in Deutsche Kirchen im Lande und ich sehe das sie eigentlich ziemlich leer sind. Wer geht? Was wird angeboten? Warum scheinen sie nicht so interessant zu sein? Gehe ich in die verkehrten Kirchen? Einige junge Leute in Deutschland konvertieren sich zum Islam. Ich habe damit kein Problem aber ich muss die Frage stellen “Warum?” Ich glaube junge Leute suchen irgendwas woran sie halt haben koennen, irgendwas das ihnen Sicherheit und vielleicht auch Routine gibt. Aber warum finden sie das nicht in den Kirchen? Warum reichen die Kirchen nicht ihre Haende aus um ihnen zu geben was sie brauchen?

Ich habe Luther’s Kirche in Wittenberg besucht, da wo er die 95 Thesen angenagelt hat. Es waren einige Leute im Gottesdienst aber die meisten waren Touristen und der Gottesdienst war uninteressant. Ich dachte mir “Diese Kirche muss reformiert werden.”
Die Kirche in Eisenach wurde ringsum mit Graffiti beschmiert kurz nachdem sie neurenoviert wurde. Was wollen sie damit sagen? Katharina’s Schwiegermutter, eine 81 Jaehrige Frau bei der ich uebernachtete und die mich herzlich betreute, erzaehlte das die Gottesdienste eigentlich langweilig sind, und das sie nicht mehr so oft gehen mag. Sie erzaehlte auch von einer Schwiegertochter die zu einem Festgottesdienst gegangen war wo nur 8 Leute dabei waren! Warum? Was passiert? In Weimar war ich im Gottesdienst. Das hat mich schon etwas ermuntert. Paar interessante Sachen kamen vor. Wir sangen neuere Lieder, neben den schoenen alten Liedern und die Sprache passte mehr zu unserer heutigen Welt. Mehrere Leute von allen Altersgruppen schienen zur Gemeinde zugehoeren. Und ich fuehlte mich wohler.

Ich glaube es ist wichtig mit den Veraenderungen in unsere Welt abgestimmt zusein. Ich glaube es ist wichtig neue Moeglichkeiten offen zusehen, um zu nehmen was unsere Welt uns darstellt und dadurch in positive Wegen unser Glauben verstaerken. Ich glaube es ist wichtig zu fragen und zu staunen, zu proben und zu erfinden. Ich finde dadurch das mein Glaube verstaerkt wird. Wer sind wir? Erinnern Sie sich an das heutige Evangelium, Wer sind wir? Sind wir wie die Frau die immerwieder fragt bis sie eine Antwort bekommt? Oder sind wir wie der ungerechte Richter der kein Respekt hat und wuenscht das sie verschwindet? Und dann muss man sich vielleicht fragen, “Wird der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde überhaupt noch Menschen finden, die diesen Glauben haben?”

Ich glaube die Botschaft an den Galater ist wichtig. Paulus ruft sie auf die Barriere, oder die Hindernisse fallen zulassen. Wir die in Christus getauft sind haben uns gewidmet Jesus zufolgen, wir werden auch dazu gerufen die Sachen die uns teilen fallen zulassen.
In unserer heutigen Welt haben wir andere Hindernisse. Sie sind nicht mehr zwischen Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie. Was fuer Barriere teilen heutzutage unsere Welt? Sollte Paulus uns heute in Toronto einen Brief schicken, was wuerde er sagen? Ich stelle Ihnen die Frage, Was sind die Probleme die uns heutzutage teilen?


(Diskussion über arm/reich Gläubige/Nicht-gläubige jung/alt)
Ich glaube die Botschaft von Paulus enthaelt Hoffnung und Vepflichtung. Es scheint vielleicht leichter zusein sich Zeune zubauen damit man schoen in seiner kleinen Welt leben kann aber es grenzt uns ein. Fragen zu fragen, sich zuunterhalten, sich zuverstehen hilft Barriere kaputt zumachen. Jesus macht sie kaputt. In seinem Dienst sieht man immer wieder wie er alle Menschen besonders die die anders sind akzeptiert und mit Respekt behandelt. Er ruft uns an die Gerechtigkeit. Und so koennen wir auch sagen. “Wir gehören zu Christus, weil wir auf seinen Namen getauft sind. Jetzt ist es nicht mehr wichtig, ob wir arm oder reich, Gläubige oder Nicht-gläubige, jung oder alt sind: In Christus sind wir alle eins.


Amen

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